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Bildtitel: Waldpfad hinauf zum Illenberg

Waldpfad hinauf zum Illenberg

Waldwanderung mit beeindruckendem Baumriesen, botanischen Besonderheiten und fantasievollen Holzskulpturen im Freiburger Stadtwald.
Unsere Wanderung beginnt im Freiburger Stadtteil Günterstal an der Haltestelle Dorfstraße. Von dort folgen wir zunächst dem Bohrerbach in Richtung Horben, bis wir die Kyburgbrücke erreichen. Hier verlassen wir den Talweg und nehmen den schmalen Waldpfad, der durch den Wegweiser "Weg der Revolutionäre" gekennzeichnet ist. Auf dem stetig ansteigenden Pfad gewinnen wir allmählich an Höhe und tauchen tiefer in Wald ein. Über den Illenberg nähern wir uns schließlich dem Mühlwald.

Bildtitel: Waldtraut vom Mühlwald 67,79 m

Deutschlands höchster Baum

Mitten im Freiburger Stadtwald steht Waldtraut vom Mühlwald, eine Douglasie, die seit ihrer Pflanzung im Jahr 1913 zu einem außergewöhnlichen Baumriesen herangewachsen ist. Ihre Höhe wurde im November 2025 mit 67,79 Metern neu vermessen. Damit gilt sie als höchster bekannter Baum Deutschlands. Wenn wir direkt unter ihrer mächtigen Krone stehen, lässt sich die Dimension dieses Naturwunders nur schwer erfassen. Der schlanke Stamm verschwindet weit oben zwischen den Ästen, während wir vom Waldboden aus den Blick immer weiter nach oben richten müssen. Waldtraut ist nicht nur ein Rekordbaum, sondern auch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Dimensionen Bäume unter günstigen Bedingungen erreichen können.

Bildtitel: Küsten-Douglasie Waldtraut

Die Küsten-Douglasie

Die Küsten-Douglasie stammt aus dem pazifischen Nordwesten Nordamerikas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich entlang der Küstenregionen von British Columbia über Washington und Oregon bis nach Kalifornien. Dort wächst sie in niederschlagsreichen Wäldern und kann außergewöhnliche Höhen erreichen. Von der verwandten Inland-Douglasie unterscheidet sie sich unter anderem durch ihre Anpassung an das mildere, feuchtere Küstenklima. In Europa wird diese schnellwüchsige Baumvariante seit dem 19. Jahrhundert forstlich genutzt. Auch Waldtraut vom Mühlwald gehört zu dieser Herkunftsgruppe. Wenn wir vor dem gewaltigen Baum stehen, begegnen wir also einer Baumart, deren ursprüngliche Heimat Tausende Kilometer entfernt liegt und die sich inzwischen auch im Freiburger Stadtwald eindrucksvoll entwickelt hat.

Bildtitel: Grünblättriger Schwefelkopf

Der Grünblättrige Schwefelkopf

Auf unserer Wanderung lohnt sich auch ein genauer Blick auf das Totholz am Wegesrand. Mit etwas Glück entdecken wir dort büschelig wachsende Pilze, die durch ihre schwefelgelben Hüte auffallen: den Grünblättrigen Schwefelkopf. Er besiedelt abgestorbene Baumstümpfe und Wurzeln und trägt dazu bei, altes Holz im natürlichen Kreislauf des Waldes abzubauen. Seine Lamellen färben sich im Laufe der Entwicklung von gelblich über grünlich bis olivbraun. So unscheinbar dieser Pilz auf den ersten Blick wirken mag, erfüllt er eine wichtige Aufgabe im Ökosystem. Allerdings ist er giftig und darf keinesfalls mit essbaren Schwefelkopfarten verwechselt werden.

Bildtitel: Der schlafende Riese - WaldMenschen

Skulpturenpfad Waldmenschen

Bergab wandern wir auf einem schmalen Pfad und erreichen den Skulpturenpfad Waldmenschen an der Skulptur "Gesichter". Der Freiburger Künstler Thomas Rees hat aus knorrigen Baumstämmen und Wurzelholz Figuren geschaffen, die zwischen den Bäumen plötzlich vor uns auftauchen. Manche erinnern an Fabelwesen, andere an menschliche Gesichter oder Gestalten aus Märchen und Sagen. Dabei bleiben die Skulpturen eng mit ihrer natürlichen Umgebung verbunden: Risse, Äste und gewachsene Formen des Holzes werden zu Gesichtern, Körpern und fantasievollen Wesen. Wir entdecken die einzelnen Arbeiten nicht wie in einem Museum in festgelegter Reihenfolge, sondern begegnen ihnen Schritt für Schritt im Wald. Der Pfad lädt dazu ein, genauer hinzusehen und die eigene Fantasie spielen zu lassen.

Bildtitel: das Waldhaus bei Freiburg

Das Waldhaus bei Freiburg

Am Ende des Skulpturenpfades erreichen wir das Waldhaus Freiburg. Die Einrichtung widmet sich dem Wald als Lebensraum, Rohstoffquelle und wichtigem Bestandteil unseres Ökosystems. In Ausstellungen und Veranstaltungen werden Zusammenhänge zwischen Natur, Forstwirtschaft und nachhaltiger Nutzung vermittelt. Das Waldhaus ist zugleich ein Ausgangspunkt für verschiedene Naturerlebnisse im angrenzenden Stadtwald. Hier können wir uns mit Themen beschäftigen, die beim Wandern oft nur am Rande wahrgenommen werden: Wie funktioniert ein Wald als Lebensgemeinschaft? Welche Aufgaben übernimmt eine nachhaltige Forstwirtschaft? Und wie verändert sich der Wald durch menschliche Nutzung und den Klimawandel?

Diese Tour wurde am 29.10.2026 von einer realen Person erwandert, fotografiert und beschrieben. Die GPS-Daten der Fotos wurden vor Ort erfasst und dienten zur exakten Rekonstruktion der Route.

Tourensteckbrief

Entspannt wandern → mit Deutschlandticket erreichbar

📅🚄Zur Bahnauskunft

Die Straßenbahnlinie 2 fährt direkt vom Freiburger Hauptbahnhof nach Günterstal Dorfstraße. Zurück geht es mit der selben Linie an der Station Wonnhalde. Die Bahnen fahren mehrmals stündlich.

GPS-Wanderkarte

Interaktive Karte mit allen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und wichtigen Standorten der Region. Die Karte ist zoombar, verschiebbar und enthält Marker mit weiteren Informationen zu den einzelnen Orten. Zudem kann sie mit dem GPS des Handys verbunden werden, um in Echtzeit anzuzeigen, an welcher Stelle des Wanderwegs man sich gerade befindet. Dies funktioniert auch Offline, wenn sich die Karte noch im Browsercache befindet.

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Höhenprofil der Wanderung

Das interaktive Diagramm zeigt die Höhenmeter entlang des Wanderwegs. Durch Verschieben des blauen Pfeils wird die zugehörige Höhenlage auf der Karte über einen roten Pfeil angezeigt.

🎥 Wanderung zum höchsten Baum Deutschlands und zum Skulpturenpfad Waldmenschen

Waldwanderung mit beeindruckendem Baumriesen, botanischen Besonderheiten und fantasievollen Holzskulpturen im Freiburger Stadtwald.